Laut Wikipedia ist Vakuum umgangssprachlich ein materiefreier Raum. Auf eben diesem beruht der Erfolg eines mittelständischen Unternehmens aus Glatten im Schwarzwald. Im November 1910 gründet Johannes Schmalz die „Johannes Schmalz Rasierklingenfabrik“. Heute, fast ein Jahrhundert später, ist die J. SCHMALZ GmbH ein weltweit führender Anbieter von Vakuum-Technik. Keine hundert, aber in der schnelllebigen IT-Branche mit 15 Jahren ebenfalls eine halbe Ewigkeit, begleitet die abas-Business-Software die Schwarzwälder Erfolgsgeschichte. Gemeinsam meisterte man zwei Reorganisationen und eroberte die Welt. So ist abas-ERP nicht nur im Schmalz-Stammhaus, sondern auch in Frankreich, Italien, Spanien, der Schweiz, den Niederlanden und den USA im Einsatz.umbruch
Schmalz ist ein modernes, zukunftsorientiertes Unternehmen, das Vakuum-Komponenten und -Greifsysteme, Vakuum-Handhabungssysteme sowie Vakuum-Aufspannsysteme entwickelt, produziert und weltweit vertreibt. „Wir wollen unsere Kunden begeistern. Durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Unternehmen und die prozessorientierte Organisation liefern wir qualitativ hochwertige Produkte zu einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis. Dies alles verbunden mit einer überdurchschnittlichen Service- und Beratungskompetenz und einer hoher Liefertreue begeistert unsere Kunden,“ so Geschäftsführer Dipl.-Ing. Wolfgang Schmalz, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Dr. Kurt Schmalz leitet. Und weiter: „unsere Unternehmens-IT, die wir rund um unser ERP-System abas-Business-Software strukturiert haben, unterstützt uns in diesem Zusammenhang maßgeblich. Mit ABAS haben wir ein flexibles ERP-System, das genau auf unsere Anforderungen zugeschnitten ist. Die Software wurde 1992 implementiert. Damals hatten wir rund 50 Mitarbeiter, heute beschäftigen wir allein in Glatten mehr als sechs Mal so viele. Der evolutionäre Ansatz des Systems hat unsere Expansion über die Jahre optimal begleitet. Es gibt in unserer heutigen schnelllebigen Welt keine Sicherheit, ein Produkt ewig herzustellen zu können. Flexibilität, Innovation und Unternehmergeist sind wichtige Maximen, die wir Tag für Tag in unserem Unternehmen leben. Auch gilt es“, so der Schmalz Geschäftsführer weiter, „sich durch eine globale Präsenz auf den wichtigsten internationalen Märkten, unabhängig von der Binnenkonjunktur zu machen“.
Werner Fischer, langjähriger IT-Leiter bei Schmalz, erinnert sich noch ganz genau an die Zeit der ERP-Einführung: „Vor 1992 haben wir im Lager über Karteikarten verbucht. Dann fiel die Entscheidung, ein ERP-System einzuführen. Dabei stellten wir uns die Frage, ob es besser sei ein Produkt zu wählen, das in seiner Lebenskurve ganz oben steht oder in ein flexibles, modernes System zu investieren. Die Entscheidung fiel auf die abas-Business-Software. Hier, und das hat sich in den folgenden Jahren vollauf bestätigt, hatten wir das gute Gefühl ein modernes, flexibles System gefunden zu haben, dessen Entwicklung sich kontinuierlich fortsetzen wird und das mit unseren Anforderungen mitwächst. Natürlich gab es auch schon damals ERP-Systeme mit einem immensen Funktionsumfang. Aber was nutzen 100 Funktionen, wenn man nur 30 nutzen kann und die Funktionalität, die zusätzlich benötigt wird, nur über aufwendiges Customizing herstellen kann?“ resümiert IT-Leiter Fischer.
Die erste Reorganisation unter Einbeziehung der abas-Business-Software fand bei Schmalz 1996 statt. Damals stellte man von einer „normalen“ Abteilungs- auf eine innovative Teamorganisation um. Alles lag nun im Verantwortungsbereich der Gruppen. Ob Einkauf, Verkauf, Produktionsplanung - jeder Bereich organisierte sich selbst. „Am Anfang haben die Kollegen die Flexibilität von abas-ERP nicht so zu schätzen gewusst,“ erinnert sich Werner Fischer,„seit der ersten großen Reorganisation ist dies anders. Getreu nach dem Motto: „Alles ist möglich“, wird die IT-Abteilung heute nur noch nach dem Zeitpunkt, an dem eine Anpassung durchgeführt werden kann, gefragt.“ Zwei Vollzeitkräfte betreuen bei Schmalz die rund 200 Concurrent User im Hauptwerk Glatten. Und der IT-Leiter weiter: „Dank der Updatefähigkeit der abas-Business-Software ist unser Unternehmen in Sachen IT gut aufgestellt. Wir spielen jedes Jahr ein Hauptupdate ein. In der Regel brauchen wir hierfür nicht länger als ein Wochenende. Wenn ich das mit anderen auf dem Markt befindlichen ERP-Systemen vergleiche, bei denen die Anwendung bei einem Hauptupdate über Wochen steht, haben wir es mit ABAS gut getroffen.“
Schmalz profitiert durch die jährlichen Updates sehr zeitnah vom technologischen Fortschritt. Jedes Jahr fließen neue Technologien und Funktionen in den Systemstandard ein. Über die in abas-ERP integrierte Flexible Oberflächenprogrammierung entwickelt Schmalz immer wieder speziell auf die eigenen Belange zugeschnittene Funktionalitäten. Sind diese dann in einer neuen Version der ERP-Software enthalten, geht man konsequent zum Software-Standard zurück. IT-Leiter Fischer: „Da unsere ausländischen Standorte ebenfalls mit der abas-Business-Software arbeiten und eine Fehlersuche im Standard einfacher ist, macht es Sinn immer wieder auf diesen zurückzugehen.“
Schmalz ist ein mittelständisches Unternehmen. Bei der nunmehr über 15-jährigen Zusammenarbeit mit ABAS zahlte sich der Grundsatz des Unternehmens, in Sachen IT möglichst mit einem Lieferanten zusammenzuarbeiten, für den die Firma Schmalz genau so wichtig ist wie umgekehrt, aus. Besonders deutlich zeige sich dies bei der Möglichkeit der Einflussnahme auf die Weiterentwicklung der Software, betont Fischer. Gäbe es Handlungsbedarf, sei der Kontakt zu Vorstand, Produktleitung und Entwicklung von ABAS schnell hergestellt. Schmalz arbeitet aktiv in der abas-ERP-Usergroup mit. Diese kommuniziert über das Internet und trifft sich ein bis zwei Mal im Jahr. Zu den Treffen werden auch Mitarbeiter aus der Entwicklung und dem Support der ABAS Software AG eingeladen. Dieser direkte Austausch von Informationen ist hoch effizient und gibt allen Beteiligten eine gute Orientierung bei der Weiterentwicklung der Software. Gelegenheit zum persönlichen Gespräch bieten auch das jährliche abas-Kundenforum und zahlreiche vom betreuenden Software-Partner ABAS Projektierung angebotene Experten-Workshops.
Eine betriebswirtschaftliche Standard-Software, die alle paar Jahre ausgetauscht werden muss, kommt für Werner Fischer nicht in Frage: „Das ERP-System ist für uns existenziell. Alle Prozesse müssen heute, genauso wie in 5 Jahren, sicher und schnell abbildbar sein. Die Anforderungen unserer Kunden steigen stetig. Mit dem evolutionären und flexiblen Systemansatz von ABAS haben wir hierfür genau das richtige System. Und auch was die wirtschaftliche Situation unseres ERP-Anbieters anbelangt, hat uns unsere Entscheidung Anfang der 90-ziger Jahre auf ABAS zu setzen, Recht gegeben. Während viele namhafte Anbieter von damals nicht mehr auf dem Markt sind, wächst ABAS nachhaltig und aus eigener Kraft. Die Unabhängigkeit von Banken und Investoren gefällt uns sehr, wir haben einen Partner auf den wir bauen können.“ Zur langfristigen Investitionssicherheit gehört im Hause Schmalz auch das Thema Mehrsprachigkeit. Interne Prozesse optimiert der Vakuum-Spezialist über Ländergrenzen hinweg. So genügt heute beispielsweise bei der Anlage neuer Artikel, der Druck auf einen Knopf im ERP-System und die Daten sind weltweit an allen Schmalz-ERP-Standorten verfügbar.
Die Offenheit von abas-ERP zur Anbindung von ergänzenden IT-Anwendungen ist für Werner Fischer ebenfalls wichtig. Lassen sich dadurch doch erhebliche Potenziale zur Prozessoptimierung erschließen. Schmalz hat zahlreiche Systeme im Einsatz, die vor der Reorganisation über Schnittstellen miteinander verbunden waren. Die Produktdaten wurden in mehreren Systemen generiert und verwaltet. Der Datenabgleich über Schnittstellen und der Datenpflegeprozess waren nur unzureichend definiert und abgesichert. Es kam häufig zu Datenfehlern, Redundanzen und Mehrfachpflege, die durch die Reorganisation hin zu einer anwenderfreundlichen Datenbearbeitung sowie klar definierten Abläufen und Verantwortlichkeiten, vermieden werden sollten.
In einem weiteren Reorganisationsprojekt wurden drei eigenständige Geschäftsbereiche gebildet. Diese Geschäftsbereiche arbeiten heute in einer Prozessorganisation mit eigener Kostenverantwortung. Diese wurden ebenfalls im ERP-System abgebildet. „Das war aufwändig,“ so IT-Leiter Fischer, „aber wir haben jetzt transparente und optimierte Bereichsprozesse.“ In der neuen Struktur wird beispielsweise ein Kundenauftrag von der Auftragsbearbeitung des jeweiligen Bereichs erfasst. Eine Verfügbarkeitsprüfung wird ebenso automatisch gestartet wie bei Bedarf die Disposition. Der Prozess geht papierlos direkt ins Lager und erscheint dort im Lieferobligo. Die Kommissionierung erfolgt in Form von Etiketten. Ein Infosystem erzeugt per Knopfdruck den Lieferschein und auch die Rechnung wird gleich automatisiert erzeugt und ausgedruckt.
Durch die Reorganisation konnte die Fehlerquote bei Schmalz deutlich reduziert werden. Verbunden mit einer gestiegenen Transparenz und einer bis zu 30%-igen Verkürzung der Durchlaufzeiten im Unternehmen führt dies zu Kosteneinsparungen und einem Anstieg der Produktivität. Auch die nun mögliche zielgruppenspezifische Ausleitung von Daten über einen mehrsprachigen Produktkatalog steigert die Effizienz beim Schwarzwälder Vakuum-Spezialisten.
Portale haben sich zu einem interessanten Instrument der Unternehmenskommunikation entwickelt. Sie erlauben einen flexiblen Informationsaustausch. Unternehmen können Daten aus verschiedenen Softwareanwendungen gezielt nutzen, neu verknüpfen, mit Informationen aus dem World Wide Web verbinden und übersichtlich strukturiert für unterschiedliche Zielgruppen darstellen. Schmalz wird das in der abas-Business-Software integrierte Portal zukünftig nutzen. IT-Leiter Fischer: „Die Portal Technik eröffnet uns neue Möglichkeiten, das Wissensmanagement und die Kommunikation mit unseren Kunden- und Lieferanten zu optimieren. Jeder Mitarbeiter ist in der Lage, sich seinen individuellen Arbeitsplatz mit den Anwendungen und Informationen, die er für seine tägliche Arbeit benötigt, zu erstellen. Darüber hinaus kann sich jeder mit seinem Know-how in Standardanwendungen wie Wikis, Webforen oder Umfragen aktiv einbringen. Die über Portlets im abas-System integrierten Anwendungen ermöglichen ganz neue Formen der Vernetzung.“ Und so ist man bei Schmalz gut aufgestellt für eine innovative und erfolgreiche Zukunft „Made in Glatten".
SCHMALZ ist ein modernes, zukunftsorientiertes Unternehmen, das Vakuum-Komponenten, Vakuum-Handhabungssysteme sowie Vakuum-Aufspannsysteme entwickelt, produziert und vertreibt. Vakuum-Technik von Schmalz ist überall dort ein Begriff, wo Werkstücke im Produktionsprozess bewegt, ergonomisch transportiert oder gespannt werden müssen.
Innovationskraft, hohe Produktqualität, umfassender Service, sowie kreative Mitarbeiter sind die Grundlagen des Erfolges. Schmalz unterhält ein weltweites Vertriebsnetz mit Gesellschaften im Ausland, um Kunden überall schnell und kompetent beraten zu können. Die Firma Schmalz ist heute mit fast 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit ein führender Hersteller im Bereich Vakuum- und Handhabungstechnik. Moderne IT-Strukturen und ein umfangreiches betriebsinternes Schulungsprogramm (Schmalz-Academy) runden das Arbeitsumfeld bei Schmalz ab. 64% der gegenwärtigen Schmalz Produkte sind jünger als 3 Jahre. Genügend Platz für Kreativität ist die Grundlage für neue Ideen. Zertifiziert ist Schmalz nach DIN ISO 9001 (Qualität) und 14001 (Umwelt). Das Umweltmanagement-System ist außerdem nach EMAS validiert. Umweltverträgliches Arbeiten und aktiver Umweltschutz sind für Schmalz eine Verpflichtung. Firmeneigene Wind- und Solaranlagen sowie eine Wasserkraft- und Holzschnitzelheizanlage sind nur einige Beispiele.